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Mit
bezwingender Konsequenz hat Hans-Martin Majewski in seiner langjährigen
Tätigkeit die Möglichkeiten und Grenzen filmmusikalischer Gestaltung
abgetastet und versucht, die zu vertonenden Filmszenen mit seiner Musik
zu intensivieren. Da dieses kaum mit den musikalischen Mitteln des 19.
Jh. erlangt werden konnte, orientierte sich Majewski stets an einer modernen
Klangsprache und übte auf diese Weise eine oftmals bahnbrechende
Wirkung aus. Was Majewskis Musik so wertvoll macht, ist über das
Beherrschen der vom Stoff und von der Inszenierung her geforderten musikalischen
Stilart hinaus, der formal klar festgelegte Eigenwert seiner Musik und
sein Verzicht auf ein Zurückgreifen und Wiederholen eigens erprobter,
erfolgreicher musikalischer Lösungen.
Hans-Martin
Majewski ist am 1. Januar 1997 verstorben.
Einige Pressestimmen:
Mehr
als ein Stimmungsmaler ... Der gebürtige Hinterpommer lieferte
erstklassiges Handwerk ab, getreu seiner Devise den Kern einer dramatischen
Handlung zu erfassen und mit eigenständigen Mitteln auf den Kopf
treffen... Hätte man in den 50er Jahren schon den Vermarktungswert
des Soundtracks erkannt, Majewski wäre mit seiner Filmliste zum Haushaltswort
geworden (Die Welt 3.1.97) - ...Er war einer der produktivsten
deutschen Komponisten und ist doch kaum zu Konzertsaal-Ehren gekommen
... Majewski hat das deutsche Kino der fünfziger Jahre von der handelsüblichen
symphonischen Sülze befreit, hat mit prägnantem Taktgefühl
Elektronik, Zwölftonreihen und Jazzklänge eingeführt und
ist bis zuletzt aktiv geblieben... (Der Spiegel 2/97) - ...Ohne
Getöse... Er hat keine Ohrwürmer am laufenden Band produziert
und hielt auch nichts davon, das Kinopublikum mit symphonischem Getöse
zu erschlagen ... Trotzdem ist es Hans-Martin Majewski mit seinen zurückhaltenden,
ans Unterbewusstsein appellierenden Partituren gelungen, der anerkannteste
deutsche Filmkomponist der Nachkriegszeit zu werden.... Produzenten und
Regisseure standen bei ihm Schlange, sogar Elia Kazan wollte ihn für
Die Faust im Nacken engagieren (Veto der US-Musikergewerkschaft)
... Es spricht für Majewskis Vielseitigkeit, dass er nicht nur mit
einem so unbequemen Regisseur wie Bernhard Wicki (Die Brücke, 1959)
regelmäßig arbeiten konnte, sondern auch mit dem gefälligen
Kurt Hoffmann (Rheinsberg, 1967) ... (Tagesspiegel Berlin 3.1.97).
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