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Am
Theater und im Hörfunk traf Majewski die großen Regisseure
und Schauspieler. Die ersten Nachkriegsjahre waren auch für Künstler
eine harte Zeit. Trotzdem herrschte eine große Aufbruchstimmung.
Für Majewski boten sich interessante Interpretationsmöglichkeiten.
Es wurde experimentiert. Man hatte für die Produktionen mehr Zeit
als heute. So entstand im Laufe der Zeit die Musik zu ca. 100 Hörspielen.
Mehr und mehr arbeitete Majewski auch für das Theater, in Hamburg
für die Kammerspiele, für das Große
Schauspielhaus und für das Thalia-Theater. Er schrieb
Bühnenmusik für das Schiller-Theater und zwischendurch
auch für die Komödie am Kurfürstendamm in Berlin.
In den sechziger Jahren komponierte Majewski zeitweise für das Schauspielhaus
in Zürich, u.a. für Boy Gobert Love For Love und
Leonce und Lena und für das Schiller-Theater
in Berlin die Bühnenmusik zu dem Welterfolg Die Verfolgung
und Ermordung des Jean Paul Marat, dargestellt von einer Schauspielgruppe
des Hospizes zu Charenton von Peter Weiss (Uraufführung 1964/65
mit Ernst Schröder und Peter Mosbacher). Weitere Höhepunkte
im Komponieren für das Theater waren die Bühnenmusiken zu Gombrowicz
Operette (Berlin/Bochum, 1968), Peter Ustinovs Der unbekannte
Soldat und seine Frau (Thalia, Hamburg) und Le Pourpre
von Boulgalkow (Sarah Bernhardt-Theatre de la Ville, Paris 1972/73). Für
die Kabarett-Revue mit Wolfgang Gruner und Wolfgang Neuss Zwei Berliner
in Paris komponierte Majewski die Musik für die Komödie
am Kurfürstendamm (1959). Insgesamt schrieb er ca. achtzig
Bühnenmusiken.
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