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Seit
1948 hat Hans-Martin Majewski, mehrfacher Kritiker- und Bundesfilmpreisträger,
die Musik zu 200 Spielfilmen, zahlreichen Kultur-, Dokumentar- , Industrie-
und Fernsehfilmen, sowie Hörspielen, Kabarett und für das Theater
geschrieben. Er ist damit der vielseitigste und schaffensreichste musikalische
Nestor der deutschen Nachkriegszeit.
Geboren wurde
Majewski am 14. Januar 1911 als Sohn eines Veterinärrats in Schlawe/Pommern.
Nach einem abgebrochenen Medizinstudium schreibt er sich am Leipziger
Konservatorium ein. Seine Lehrer sind u.a. Kurt Thomas (Chorltg.), Robert
Teichmüller (Klavier) und Bruno Walter (Dirigent). 1935 wechselt
er nach Berlin, findet Arbeit als Korrepetitor und Dirigent am Theater
des Volkes. Dort entdeckt ihn der Regisseur Arthur Maria Rabenalt
und engagiert Majewski 1939 für seinen Film Flucht ins Dunkel.
Seine Operette Insel der Träume kommt heraus und wird
in Oldenburg, Berlin und Zwickau aufgeführt.
Nach
dem Krieg, den Majewski als Soldat im Osten verbrachte, lässt er
sich als Komponist in Hamburg nieder, arbeitet für literarische Kabaretts,
schreibt Hörspiele für den damaligen NWDR. Neben einer Serie
literarischer Kabarettchansons am Kaleidoskop und Bonbonniere
leitete er beim NWDR das vierzehntägig gesendete Kabarett der
Zeit. 1948 holt Regisseur Wolfgang Liebeneiner Majewski für
seine Adaption von Borcherts Draußen vor der Tür,
Liebe 47 (mit Hilde Krahl, Grethe Weiser, Karl John) zurück
zum Film. Für eine in Komödienform behandelte Ost-West-Geschichte,
Postlagernd Turteltaube (1952), komponierte er im Verbund
mit dem Trautonium-Künstler Prof. Oskar Sala die erste vollständig
elektronische Filmmusik in Deutschland, lange vor Erfindung des Synthesizers.
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Bilderalbum
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